Restaurierung des Thaer-Denkmals in Celle

Lindhorst Gruppe übernimmt Finanzierung und Organisation

Als Agraraktiengesellschaft mit tiefen Wurzeln in der Landwirtschaft und enger historischer Verbundenheit zu Albrecht Daniel Thaer (1752–1828) ist uns der Erhalt seines Wirkens und seines Erbes ein besonderes Anliegen. Thaer gilt als Begründer der modernen Agrarwissenschaft – seine Ideen prägen die Landwirtschaft bis heute.

Umso mehr freuen wir uns, dass das Thaer-Denkmal in Celle nun fachgerecht restauriert wird. Die Finanzierung und Organisation der Denkmalsanierung übernimmt die Lindhorst Gruppe.

 

Gemeinsames Engagement für das Erbe Thaers

Initiiert wurde das Vorhaben von der Fördergesellschaft Albrecht Daniel Thaer e.V. aus Möglin sowie der Albrecht-Thaer-Gesellschaft e.V. aus Hannover. Beide gemeinnützigen Vereine setzen sich seit Jahren für eine zukunftsorientierte Landwirtschaft und die Pflege des kulturellen Erbes Thaers ein.

Das Denkmal selbst wurde 1873 vom Landwirtschaftlichen Filialverein Celle gestiftet und von Carl Ferdinand Hartzer entworfen. Seit 1998 steht es auf dem Celler Thaerplatz – zentral gelegen, jedoch an einem stark frequentierten Verkehrsknotenpunkt. Verkehrsabgase und Umwelteinflüsse haben der Materialsubstanz des Denkmals in den vergangenen Jahrzehnten erheblich zugesetzt, sodass eine umfassende Restaurierung notwendig wurde.

 

Unterstützung durch die Lindhorst Gruppe

Mit Jürgen Lindhorst sen. konnte aus den Reihen der Vereinsmitglieder ein Förderer gewonnen werden, der die Bedeutung Thaers für Landwirtschaft und Gesellschaft teilt. Da eine Restaurierung in dieser Größenordnung für gemeinnützige Vereine kaum allein zu stemmen ist, übernimmt die Lindhorst Gruppe sowohl die Kosten als auch die Organisation der Sanierung.

Dieses Engagement ist Ausdruck der Überzeugung, dass Thaers Wirken die Grundlage moderner Landwirtschaft bildet und daher auch für kommende Generationen sichtbar und erlebbar bleiben muss.

 

Verbindung nach Brandenburg: Landwirtschaft und Denkmalpflege

Unsere landwirtschaftlichen Aktivitäten erstrecken sich auch auf Brandenburg – die Region, in die Albrecht Daniel Thaer im Jahr 1804 zog. Sein damaliger Wohn- und Wirkungsort, das Rittergut Möglin im heutigen Landkreis Märkisch-Oderland, ist heute Teil der Lindhorst Gruppe.

Der historische Gebäudekomplex wird derzeit denkmalgerecht und nach hohen ökologischen Standards saniert. Auf rund 700 Quadratmetern entsteht bis 2027 eine Kombination aus Miet- und Eigentumswohnungen. Auch das Nutzungskonzept greift Gedanken Thaers auf: Künftige Bewohner sollen die Möglichkeit haben, Tiere zu halten und Landwirtschaft im kleinen Maßstab zu betreiben – ganz im Sinne einer verantwortungsvollen, praxisnahen Agrarkultur.

 

Aktueller Stand der Restaurierung

Am 18. August 2025 wurde das Thaer-Denkmal fachmännisch demontiert und zur Restaurierung in eine Spezialwerkstatt transportiert. Seitdem wurden die obersten Materialschichten geprüft, gereinigt und ausgebessert. Aktuell werden Risse verfüllt, die Inschriften neu vergoldet und schützende Lasuren aufgetragen. Abschließend erfolgt noch die Modellage der beschädigten Finger der Statue.

Parallel dazu streben die beiden Fördervereine Gespräche mit dem Verwaltungsausschuss der Stadt Celle an. Ziel ist es, den bisherigen Standortbeschluss aufzuheben und das Denkmal künftig an einem besser zugänglichen, repräsentativeren und touristisch attraktiveren Ort im Stadtgebiet aufzustellen.

 

Ausblick

Wir hoffen, dass diese Gespräche erfolgreich verlaufen, und freuen uns schon heute auf die Rückkehr der vollständig restaurierten Statue eines der bedeutendsten Agrarreformer Deutschlands. Der Erhalt des Thaer-Denkmals ist nicht nur Denkmalpflege, sondern auch ein sichtbares Bekenntnis zur Geschichte und Zukunft der Landwirtschaft.